
Da warens nur noch Zwei Nach 17 Wochen regulärer Saison und weiteren drei Playoff-Runden stehen die beiden Super Bowl Teilnehmer fest. Am Sonntag den 1. Februar kommt es in Tampa, Florida, zum Aufeinandertreffen der Pittsburgh Steelers mit den Arizona Cardinals (Kickoff 0:20 Uhr, MEZ).
Die Spieler beider Teams sind bereits am Montag auf dem Tampa International Airport gelandet. Während die Cardinals-Fans in Obama-Manier an ihr Team glauben (Yes we can), ist für die Steelers die große Super-Bowl-Bühne nichts Neues. Zusammen mit den Dallas Cowboys und San Francicsco 49ers zählen sie mit bisher fünf Titeln zu den Rekord-Gewinnern der Vince Lombardi Trophy. Die Cardinals sind neu im Rampenlicht. Seit ihrer Ankunft in Phoenix, Arizona, vor 21 Jahren, konnten sie erst zwei winning seasons verbuchen.
Dafür blicken die Kardinäle auf eine betagte Geschichte zurück. Zusammen mit den Chicago Bears sind sie bereits seit 1920, dem Gründungsjahr der NFL, dabei. Ihr letzter Titelgewinn liegt allerdings ganze 62 Jahre zurück! Damals residierten die Cardinals noch in ihrer Ursprungsstadt Chicago später zogen sie um nach St. Louis (1960-1987), bevor sie sich in der Wüste Arizonas niederließen (seit 1988).
Das offizielle Motto des diesjährigen NFL-Endspiels lautet Believe in Now. Betrachtet man die Paarung, schreit allerdings alles nach der Überschrift Reunion Time. Denn Cardinals Head Coach Ken Whisenhunt agierte noch vor drei Jahren als Offensive Coordinator der Steelers, bei derem letzten Super-Bowl-Gewinn 2006. Er kennt die Spieler aus der Stahlstadt in und auswendig kein Wunder also, das er im September 2007 gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber gewann. Wer weiß, vielleicht wiederholt sich am 1. Februar die Geschichte erneut.
Von ihrer Spielanlage her vertreten die beiden Conference Champions völlig unterschiedliche Stile. Die Cards sind das viertbeste Offenseteam, sogar Zweitbeste im Passspiel. Quarterback Kurt Warner wird nach dem Super Bowl mit seinen Star-Receivern Larry Fitzgerald und Anquan Boldin zum Pro Bowl fliegen.
Die Steelers stellen zum dritten mal in fünf Jahren die beste Defense der NFL. Pittsburgh ließ die wenigsten Yards und Punkte zu und ist ebenfalls Ligaspitze in der Kategorie Passabwehr. Ihr Linebacker James Harrison wurde zum Defensive Player of the Year gewählt. Mit ihm dürfen Linebacker-Kollege James Farrior und Safety Troy Polamalu zum Pro Bowl.
Der Super Bowl hinterlässt auch in Leipzig seine Spuren. Wie in den vergangenen Jahren organisieren die Leipzig Lions zusammen mit den StudentInnen der Europäischen Wirtschafts- und Sprachenakademie (EWS) die größte Football Party der Messestadt. Am Sonntag, den 1. Februar, öffnen sich bereits ab 20 Uhr die Türen zu Leos Brasserie am Brühl (gegenüber vom Bildermuseum). Ein unterhaltsames Rahmenprogramm mit vielen Spielen und Gewinnen wird die Zeit bis zum Kickoff kurz nach Mitternacht verkürzen. Der Eintritt ist wie immer frei.
Ergebnisse der Conference-Championship-Games:
Pittsburgh Steelers vs Baltimore Ravens 23:14
Arizona Cardinals vs. Philadelphia Eagles 32:25
Nachtrag1 - Lions Receiver Rick Schneider mit einer Insider-Info für wahre Football-Experten: "Im Jahre 1944 gab es ein Team namens Card-Pitt. 1944 traten die Cardinals und die Pittsburgh Steelers als vereintes Team an." Der Mann schläft mit dem NFL Geschichtsbuch und einer Fantasy-Football-Excel-Tabelle unterm Kopfkissen...
Nachtrag2 - Für diese beiden Football-Verrückten auf der unteren Bildfolge ist der Super Bowl Sonntag ebenfalls ein ganz normaler alljährlicher Feiertag: Jan Krauze und Daniel Pechtel, zwei ehemalige Lions-Defense-Veteranen, ließen es sich nicht nehmen, im Groschopp-Friseursalon in der Beethovenstraße ihre Haare im Steelers-Stil einzufärben. Die Geschichte dazu steht in der Wochenendausgabe der LVZ (Seite 29).