
Die Kiel Baltic Hurricanes bleiben auf Aufstiegskurs in Richtung zweite Liga. Am Samstag besiegten die Kieler nach einer durchwachsenen Leistung die Leipzig Lions mit 21:7 (14:7). Herausragend war dabei die Leistung von Runningback Roderick Thomas, der mit seinem Laufspiel für zahlreiche Raumgewinne sorgte und zudem alle drei Kieler Touchdowns erzielte. Überragend aber auch die Kieler Defense, die mit allein sieben Quarterback-Sacks den Grundstein zum Erfolg legten und somit die miserable Angriffsleistung der Canes wettmachten.
Die Canes wollten gut aus der Sommerpause starten, das war ihnen von Beginn an anzumerken. Gleich der erste Angriff brachte auch nach weniger als zwei Minuten die Führung für die Kieler. Roderick Thomas hatte sich zum ersten Mal in seiner unnachahmlichen Art durch die Leipziger Abwehrreihen getankt und seinen 25-Yard-Lauf in die Endzone erfolgreich abgeschlossen. Den Point after Touchdown versenkte Kicker Christian Wolf wie auch alle anderen an diesem Abend sicher. Wer jedoch geglaubt hatte, die Lions zeigten sich von dem frühen Rückstand geschockt, hatte sich geirrt. Auch sie, die vermehrt auf ein gutes Laufspiel setzten, vollendeten ihren ersten Turn mit einem 3-Yard-Touchdown, den Carsten Kunz in die Endzone trug. Kurz nach dem Seitenwechsel war es erneut Thomas, der die Canes in Führung brachte. Zuerst trug er das Ei bis 5 Yards an die gegnerische Endzone, dann vollendete er wenig später zur 14:7 - Führung. Bis dahin konnte der Kieler Anhang noch zufrieden sein, zwang die Defense die Lions doch zunehmend zur Passivität.
Kieler Sorgenkind Offense
Sorgenkind war einmal mehr aber die Kieler Offense. Weder Quarterback Tim Merschmann noch sein Ersatz Jon Schäfer wussten zu überzeugen. Schlimmer noch: ihre Interceptions und Würfe, die weder Freund noch Fein erreichten, brachten die Leipziger immer wieder in aussichtsreiche Positionen. Die wussten mit den Kieler Geschenken aber nicht recht umzugehen und brachten sich durch Undiszipliniertheiten und daraus resultierende Strafen um den Lohn ihrer kämpferischen Arbeit. Und immer wieder war es die Defense, die den knappen Vorsprung rettete. Mehr als einmal hatten die Kieler Verteidiger die Lions-Offense am Rand eines Safetys. Au der Umklammerung konnten sich die "Löwen" aber immer wieder geschickt lösen. Kein Entrinnen gab es indes im letzten Quarter für den Leipziger Spielmacher: Willi Grunwald, Davon Deveaux und Markus Schneider sorgten mit ihren Quarterback-Sacks für klare Verhältnisse, die Thomas mit seinem dritten Touchdown kurz vor dem Ende auch in Zahlen ausdrückte.