
| Ein neuer Trainer, ein neu zusammengestelltes Team, eine neue Saison: Vor dem Auftaktspiel der Regionalliga Ost gegen die Tollense Sharks standen viele Fragezeichen hinter den American Footballern der Leipzig Lions. Und die Löwen machten gegen das starke Team aus Neubrandenburg ein echtes Ausrufezeichen daraus und gewannen die Partie mit *26:22. Doch kaum einer der etwa 300 Zuschauer im Stadion des Friedens hatte am Sonnabend zur Halbzeit wohl noch an ein solches Ergebnis geglaubt. Zu überlegen hatten sich die Gäste vor der Pause präsentiert, zu nervös und fehlerhaft spielten dagegen die Gastgeber. So stand es nach zwei Vierteln leistungsgerecht *16:22. Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu viele Fehler gemacht, erkannte auch Headcoach Phil Hickey. Doch nach der Pause habe die Mannschaft unheimlich viel Herz gezeigt. Das die Jungs dabei keinen einzigen Punkt zugelassen haben, war ganz stark. Sie haben sich am Ende noch einmal richtig zusammengerissen. Der neue Trainer hatte seine Jungs in der Pause ordentlich wach gerüttelt. Nach zehn Punkten im dritten Viertel, schaukelten sie im punktlosen vierten Viertel den Sieg nach Hause. Das größere Stehvermögen seiner Schützlinge war auch für ihn etwas überraschend: Ich wusste ehrlich gesagt nicht so richtig, wie fit das Team ist. Jetzt weiß ich, dass meine Spieler bis zum Schluss voll da sind. Und das, obwohl er ohne Quarterback auskommen musste. Daniel Schmidt sprang auf der ungewohnten Position in die Bresche, und machte seine Sache gut. So konnten die Lions nach dem Abpfiff also doch noch bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam mit ihren Fans jubeln. Es war ein guter Auftakt für uns. Trotzdem müssen wir noch einiges verbessern, vor allem in der Offense, resümierte der neue Trainer. Wichtig ist, dass wir vor allem im Training noch mehr Spieler zur Verfügung haben. Ein Kader mit 38 Spielern ist einfach zu klein. Damit eine Saison durchzustehen, wird unglaublich schwer. Denn nachdem sie im Vorjahr den Aufstieg in die Zweite Bundesliga noch knapp verpasst haben, ist das Saisonziel auch diesmal klar definiert. Wir wollen aufsteigen, mit diesem klaren Ziel habe ich hier angefangen, betonte Taktikfuchs Hickey. Die Operation Aufstieg geht am kommenden Sonntag mit der Partie bei den Mountain Tigers in Wernigerode weiter mit mehr Ausrufe- als Fragezeichen. Andreas Wendt Quelle: lvz-online.de - Autor: Andreas Wendt * = wurde korrigiert! |