
Das Duell: Nach dem 24:0-Erfolg vergangene Woche gegen Wernigerode soll an diesem Samstag im Leipziger Stadion des Friedens gegen die Cottbus Crayfish ein weiterer Pflichtsieg folgen. Das Hinspiel im Juli entpuppte sich als eine einseitige Partie, in der die Lions mit 34:6 die Oberhand behielten. Den Ausfall vom eigentlichen Offense Coach Jens Hofmann kompensierte damals Assistant Coach Daniel Pechtel mit Bravour. Sein ausgeglichenes Playcalling (20 Pässe/21Läufe) führte zu 194 Lauf- und 166 Passyards. Am Wochenende wird wie gehabt Coach Hofmann die Offensespieler der Löwen dirigieren. Gegen seinen ehemaligen Verein Cottbus wird Hoffi sicher so motiviert wie nie zuvor zu Werke gehen. In der Defense gelang Coach Kunz vergangene Woche der zweite Shutout der Saison. Im Hinspiel punkteten die Crayfish erst kurz vor Ende der Partie. Der dritte Zu-Null-Sieg in Folge könnte gegen die Krebse folgen. Das wird sicher nicht einfach, denn vergangene Woche präsentierten sich die Crayfish in einem 30:7-Kantersieg gegen die Berlin Kobras als wahre Scoring-Maschine. Die Lions sollten das Spiel in dieser Woche nutzen, um vor heimischer Kulisse Werbung für den Football-Sport zu machen. Nach dem Auftritt auf der Games Convention hoffen die Veranstalter mit einem merklichen Zuschaueranstieg. Beide Teams können am Samstag frei aufspielen: Für Cottbus ist der Klassenerhalt seit letzter Woche gesichert und die Lions erwarten das Saisonfinale gegen die Tollense Sharks am letzten Spieltag.
Die Protagonisten: Gegen die Mountain Tigers nutzten die Lions erneut konsequent ihre Offensivmöglichkeiten aus. Mit 110 Laufyards glückte Running Back DANIEL TEUBERT sein zweites 100-Yard-Spiel der Saison. Mit einem Lauf-Touchdown krönte er seine Spitzenleistung. Daniels ehrgeiziger RB-Kollege FLORIAN SCHMIDT will sicher nachziehen. Im Hinspiel hatten die Crayfish große Schwierigkeiten den bulligen Lions-Fullback NICO KLÖPPER zu stoppen (41 Yards). Gegen die Tigers bewieß Center MARKUS SUMO PATHO mehrmals ein hervorragendes Händchen bei seinen gut getimten Snaps. Der O-Line muss man auch zu Gute halten, dass sie in dieser Saison noch keinen QB-Sack zuließen. Trotz seiner beiden Touchdown-Pässe gegen Wernigerode war Quarterback ACHIM KUNZ nicht so recht zufrieden mit seiner Quote (9 von 20 erfolgreiche Pässe für 83 Yards). Solang das Wetter mitspielt, dürfte der Löwen-Angriff durch die Luft in Bestform auftreten. Receiver FELIX NOWICKI fing am vergangenen Wochenende seinen ersten Touchdown. Überhaupt ist der Passangriff mit den sicheren Händen von MAY, HERZOG und SCHNEIDER so breit gefächert wie bei keinem anderen Team der Regionalliga. In der Defense bewies die Passabwehr gegen die Tigers erneut ihre Klasse. Die beiden Safeties CHRIS HERZBERG und RICK SCHNEIDER sicherten sich jeweils eine Interception. Dementsprechend versuchten sich die Bergtiger mit dem Lauf über das Feld zu arbeiten. Dagegen stand die D-Line der Lions in einem ihrer besten Spiele. Vor allem Defense Tackle MARCO ARLANDT räumte in der Mitte ordentlich ab, während DANIEL SCHMIDT als End auf der Aussenseite dicht machte. Linebacker RENE TILGNER bewieß mit 10 Tackles, warum er Defense Captain ist. Vor allem die Kategorie Eroberte Fumbles ist noch ausbaufähig ist. Einzig Linebacker EDGAR SCHLEINITZ sicherte sich am Sonntag einen freien Ball. Einfacher als durch Turnovers kann der Ballbesitz nicht wechseln. In diesem Bereich und dem Tackles-setzen besteht noch Verbesserungspotential. Das sagen die Coaches:
Jens Hofmann (Lions Offense Coach): Unser Ziel ist ganz klar ein Sieg. Jeder erwartet von uns den Sieg. Siege kommen aber nicht von alleine, Siege müssen erkämpft werden. Cottbus hat den Klassenerhalt erreicht und kann dementsprechend ohne Druck aufspielen. Wenn wir unverkrampft und jeder auf seine Aufgabe fokusiert das Spiel gestalten, werden wir unserem Ziel Meisterschaft einen Schritt näher sein. Carsten Kunz (Lions Defense Coach): Die Ausgangssituation ist klar. Nur ein Sieg zählt. Cottbus hat nichts mehr zu verlieren. Sie haben den Abstiegsgeist endgültig verjagt, deshalb rechne ich damit, dass sie frei aufspielen werden und einiges ausprobieren. Wir müssen auf der Hut sein und das Spiel nicht zu leicht nehmen.