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Jetzt heißt es hoffen und warten für die Red Cocks
Nach dem überraschenden Rückzug der Gamecocks aus Bonn, die sich in den Relegationsspielen gegen die Red Cocks durchgesetzt hatten, gibt es plötzlich doch noch Hoffnungen für die Oderstädter, sich zumindest am "grünen Tisch" für die zweite Bundesliga Nord zu qualifizieren.
"Völlig unerwartet traf uns die Nachricht vom Verzicht unseres Relegationsgegners, den Bonn Gamecocks, auf Beantragung der Spiellizenz für die zweite Bundesliga Nord. Wir hatten uns schon mit einem weiteren Jahr in der Regionalliga abgefunden", gibt Stephan Bandke, Manager der Red Cocks, unumwunden zu.
Durch die frühe Bekanntgabe des Rückzuges der Bonner "Kampfhähne" legte das Präsidium vom American Football Verband Deutschland (AFVD) drei potenzielle Nachrückkandidaten für den vakanten Platz fest, die bis zum 31. Oktober ihre Lizenzunterlagen für die 2. Liga einreichen müssen.
Neben den Bochum Cadets und den Assindia Cardinals haben dies auch die Red Cocks auf schnellstem Wege getan. "Plötzlich war es vorbei mit der Ruhe, die wir uns sonst nach Abschluss einer Saison kurzzeitig gönnen. Jetzt war unser Vorstand gefordert, in kürzester Zeit alle Für und Wider abzuwägen und bei positivem Entscheid den umfangreichen Lizenzantrag zusammenzustellen. Schließlich wurde vom Vorstand einstimmig beschlossen, die Beantragung der Lizenz für den freigewordenen achten Zweitbundesligaplatz vorzunehmen", so Bandke.
Nachdem die Frankfurter in den Jahren 2002, 2005 und in der abgelaufenen Saison sportlich knapp am angestrebten Aufstieg gescheitert waren, besteht nun die Chance, diesen Schritt am "grünen Tisch" zu erreichen.
So hat der Vorstand der Red Cocks in den zurückliegenden Tagen Schwerstarbeit geleistet, um sich der neuen sportlichen Herausforderung zu stellen. "Dank guter Arbeit in den zurückliegenden Jahren konnte wir allen Auflagen seitens des AFVD-Präsidiums nachgekommen. Wir haben die geforderten zwei Jugendteams im Spielbetrieb, die lizenzierten Trainer und Schiedsrichter sowie auch einen Auswahlspieler in unseren Reihen, zudem sehr gute Trainings- und Wettkampfbedingungen und einen soliden Etat. Alles Dinge, die nicht von heute auf morgen erreichbar sind", so Vizepräsidentin Manuela Krüger, die nun freilich hofft, dass die "Roten Hähne" mit ihrer Bewerbung, die inzwischen beim AFVD in Frankfurt/Main eingegangen ist, chancenreich im Rennen liegen. Allerdings wird sich die endgültige Entscheidung, die vom internen Bundesspielausschuss getroffen wird, vorausssichtlich bis Mitte Dezember hinziehen.
"Wir mussten ganz schnell reagieren, haben bislang erst mit einigen Sponsoren gesprochen, die aber alle positiv reagiert haben. Nun werden weitere Gespräche geführt, schließlich wäre der Zweitbundesligaetat etwa um 15 000 Euro höher als unser jetziger", so Bandke.
Bei "grünem Licht" wären die Oderstädter das dritte Team nach Dresden und Magdeburg, das in der 2. Bundesliga Nord die neuen Bundesländer vertritt.
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